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PRESSE & MEDIENMITTEILUNGEN

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AZ: Badener Tagblatt 27. Oktober 2020
Du kannst den ganzen Bericht hier lesen.
Aargauer Zeitung - Badener Tagblatt

Reportagen für einen guten Zweck

Das Studio von Maninred Pictures
im Badener Oederlin-Areal ist lichtdurchflutet. Blickt man aus den hohen Fenstern, steht der farbige Laubwald in Kontrast mit der knallig türkis gestrichenen Wand. An dieser
steht ein Regal, auf dem Analog-
Kamera, Drohne und professionelle
Filmkameras ihren Platz haben. Vor vier Jahren haben Ray Kroi (31) und Simon Saner (30) die Filmproduktionsgesellschaft Maninred Pictures gegründet. Bisher durften die beiden bereits für namhafte Kunden wie Swiss oder Miele professionelle Werbe- und Imagefilme drehen.

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Lockdown war eine

«Zeit der Besinnung»

«Es ist schön, Menschen zu helfen. Hier in der Schweiz leben wir sehr privilegiert. Aber man darf nicht vergessen, dass auch hier Menschen Hilfe benötigen», sagt Ray Kroi. Sein Partner fügt hinzu: «Es tut gut und macht uns glücklich.» In dieser kapitalistischen Welt stehe das Denken an Umsatz und Geld stets im Vordergrund. Aber es gehe doch darum, dankbar zu sein, sich Zeit zu nehmen, und etwas zu geben, finden die beiden – und zwar ohne die Erwartung, etwas dafür zu erhalten.«Dieser Grundgedanke wurde durch die Teilnahme an diesem Hilfsprojekt zum Ausdruck gebracht und verstärkt», so Kroi. Den sozialen Gedanken möchten die beiden nebst dem Engagement für Donating Hands mehr in ihren Alltag integrieren.

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«Möglichst einfach und unkompliziert»

Aktuell helfen die beiden Schulfreunde,die aus Untersiggenthal stammen, bei der Filmproduktion einer Hilfsorganisation mit: «Donating Hands ist eine Plattform, auf der – wie es der Name bereits verrät – Hilfe mit den eigenen Händen angeboten werden kann», erklärt Saner. Auf der Plattform werden diverse Schweizer Hilfsprojekte aufgeführt, bei denen man sich für einen kurzen oder längeren Einsatz melden könne. So beispielsweise bei der Schweizer Tafel, dem Mahlzeitendienst in Opfikon ZH oder für Bergwaldprojekte in Jaun FR und im Bündner Calancatal. Möglich ist auch eine finanzielle Spende, die das jeweilige Hilfsprojekt vor Ort unterstützt. Da Film-Reportagen viel Geld kosten, möchten die beiden Filmemacher die Hilfsorganisation in ihrer Arbeit unterstützen. Bei den Reportagengelte es, darauf zu achten, dass der Sinn und Zweck der Hilfsorganisation ersichtlich seien. Und Saner fügt hinzu: «Die Geschichte von Thomas Murschetz, dem Gründer von Donating Hands, soll authentisch und auf eine gewisse Art nüchtern erzählt werden.» In Zukunft wird Murschetz das Filmmaterial selbst aufnehmen und den Filmemachern für denSchnitt zustellen. «Möglichst einfach und unkompliziert», das ist das Credo von Maninred Pictures.

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Badener-Kollektiv

Die Zeit während des Lockdowns
war für die beiden Filmschaffenden
eine «Zeit der Besinnung». Nicht nur sozial möchten sie sich mehr engagieren, auch das Lokale haben sie zu schätzen gelernt. «Während des Lockdowns haben wir zu einer Art Badener-Kollektiv zusammengespannt», sagt Saner. In Baden seien tolle Animationskünstler oder Grafiker zu Hause, die dieselbe Meinung und Leidenschaft wie sie teilen würden.
«Der Lockdown hatte daher auch seine positiven Seiten», fasst Simon Saner zusammen.

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Aargauer Zeitung & Limmathaler Zeitung 
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Ihr Leben dreht sich um den Film 
Aargauer Zeitung & Limmathaler Zeitung 

Drehen statt auf Prüfungen lernen: Wie zwei junge Filmer zu Unternehmern wurden

Simon Saner und Ray Kroi sind die Gründer von «Maninred Pictures» und drehen professionell Filme.

Braune Lederjacke, Hornbrille und in der Hand eine Videokamera. Aber keine dieser billigen «Heimvideo-Handkameras». Nein. Eine professionelle Filmkamera hält Simon Saner in der Hand. Der 26-jährige Untersiggenthaler hat Anfang dieses Jahres, zusammen mit seinem Schulfreund Ray Kroi (27), die Filmproduktionsgesellschaft «Maninred Pictures» gegründet.

«Angefangen hat alles während unserer Zeit in der Kantonsschule Baden», sagt Ray Kroi. Als Maturarbeit wollten die beiden – entgegen den Wünschen ihrer Lehrer – unbedingt einen Thriller drehen. Seither hat das Filmvirus die beiden infiziert: Saner studierte Publizistik und Filmwissenschaften.

Kroi hingegen zog es, trotz seiner Leidenschaft für den Film, in die pharmazeutischen Wissenschaften. «Meine Eltern sind Naturwissenschaftler und auch mich hat es immer schon interessiert», sagt der Bergdietiker.

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Man kann davon leben

Aber während die Mitstudenten auf Prüfungen lernten, rannten die beiden Filmnarren von Drehort zu Drehort. Sie kauften sich für mehrere tausend Franken eine professionelle Filmkamera.

Von da an konnten die beiden zusammen mit anderen Produktionsfirmen erste Filme drehen. «Wir haben zum Beispiel bei mehreren TV- und Kino-Spots der Credit Suisse mitgewirkt und selbst einen Imagefilm für ‹Vögele Shoes› gedreht», sagt Saner.

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Auch auf dem Set sind sie Freunde

Nachdem beide das Studium beendet haben, beschlossen sie dieses Jahr, ihre Firma offiziell einzutragen. Jetzt sind sie 100 Prozent selbstständig. «Es war ein grosser Schritt, aber das war es wert», sagt Saner mit einem Lachen im Gesicht.

Der Untersiggenthaler verspürte schon früh den Drang zur Selbstständigkeit. Sein eigener Chef sein und jedem Projekt den eigenen Fingerabdruck geben, das gehe nur, wenn man eigenständig sei, so Saner. «Das Filmemachen an sich stand bei mir im Vordergrund, nicht unbedingt die Selbstständigkeit», sagt Kroi.

Reich werden die beiden mit ihrer Arbeit noch nicht. Sie können aber davon leben, sagt Kroi. So haben die beiden Jungunternehmer noch kein eigenes Studio. Das Filmmaterial schneiden sie noch von zu Hause aus. Oft arbeiten die beiden bis tief in die Nacht. Routine, das gibt es in ihrem Beruf nicht. Doch genau das ist der Reiz für die beiden «Männer in Rot». Jeder Tag gestalte sich anders.

«Wenn wir aufstehen, wissen wir oft nicht, was als Nächstes kommt», sagt Kroi. Wie aber beweisen sich die beiden in ihrem Alter im Filmgeschäft? «Wir sind Ästheten und legen viel Wert auf Ausdruck und Farbe», sagt Saner. Wichtig dabei sei das Zielpublikum und dessen Emotionen: «Dort setzen wir an.»

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GALERIEN

Ihr Alter, das sei heute kein Problem mehr: «Produktionsfirmen und Kunden begegnen uns auf Augenhöhe», sagt Kroi. Das liege auch daran, dass sie sich sehr gut auskennen und die Kunden sofort merken würden, dass sie keine Amateure seien. Früher sei das schwieriger gewesen.

Heute erhält die Firma «Maninred Pictures» regelmässig Anfragen. «Es kommt schon mal vor, dass wir einen Auftrag ablehnen», sagt Saner. Die Kunden würden dabei stets mit Respekt auf Absagen reagieren.

Während des Gesprächs fällt auf: Die einstigen Schulfreunde fallen sich kaum ins Wort. Ob das am Set auch so ist? «Wenn es um die Arbeit geht, hatten wir noch nie Krach», sagt Saner und lacht. «Auf dem Set wechseln wir uns mit Dreharbeiten und Regieführung ab.» Sie hätten die gleichen Vorstellungen und könnten sich gegenseitig gut kritisieren.

Sich zusammen aufregen, darin seien sie auch sehr gut, fügt Kroi mit einem Augenzwinkern an. Auf dem Set würden sie sich aber nie aufregen. Ihr Ziel sei es, eines Tages einen Spielfilm zu drehen.

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Aargauer Zeitung

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